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EuroTier 2012: Fünf Goldmedaillen und neunzehn Silbermedaillen für Neuheiten

2012.10.19.

(DLG). Die EuroTier ist der größte Neuheitenmarkt für den europäischen und den Weltmarkt bei Maschinen, Einrichtungen und Betriebsmitteln für die professionelle Tierhaltung. Dies wird durch mehr als 300 Neuheitenanmeldungen von insgesamt 182 Ausstellern aus 23 Ländern beim EuroTier-Veranstalter DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) eindrucksvoll bestätigt. Die Anmeldezahl entspricht einem neuen absoluten Höchststand für die EuroTier. Beachtlich dabei ist, dass rund die Hälfte der Neuheitenanmeldungen von Auslands-Ausstellern kommt.

 

Eine von der DLG eingesetzte neutrale und international besetzte Expertenkommission, der Fachleute und Landwirte aus Großbritannien, aus der Schweiz und aus Deutschland angehören, hat daraus nach strengen Kriterien insgesamt fünf Neuheiten mit Goldmedaillen und neunzehn Neuheiten mit Silbermedaillen ausgezeichnet.

 





Neuheiten-Goldmedaillen

 





AeroScalder

Marel Stork Poultry Processing, Boxmeer, Niederlande, Halle 9, Stand F32



Das Brühen findet bei der Geflügelschlachtung normalerweise in mehreren hintereinander geschalteten Brühkesseln im Gegenstromverfahren statt. Zum Optimieren des Brühens wird Luft in das Wasser gepresst. Der Nachteil des Systems ist der hohe Wasser- und Energieverbrauch. Es wird zwar davon ausgegangen, dass durch das mehrstufige Brühsystem eher eine Keimminimierung eintritt, aber Kreuzkontaminationen können nicht ausgeschlossen werden. Das System AeroScalder umgeht diese Problematik, indem mit Wasser angereicherte heiße Luft mit hoher Geschwindigkeit über die Schlachtkörper geleitet wird. Hierdurch werden bis zu 75 % Wasser und bis zu 40 % Energie gespart. Das Luft/Wassergemisch wird unmittelbar neben der Sprühkammer erzeugt, so dass das gesamte System auch weniger Platz benötigt als die bisherige Technik. Die Kontrolle der Brühbedingungen erfolgt über Sensoren. Die Tierkörper haben über das Wasser keinen direkten Kontakt zueinander, wodurch Kreuzkontaminationen mit Keimen ausgeschlossen werden. Der AeroScalder ist eine innovative Entwicklung und trägt deutlich zum Umweltschutz und zur Produktsicherheit bei.

 





RumiWatch System

ITIN + HOCH GmbH, Liestal, Schweiz, Halle 13, Stand G13



Das RumiWatchSystem ist ein Gesundheitsmonitoring-System für Wiederkäuer. Es macht Veränderungen der Wiederkau-, Fress- und Wasseraufnahmeaktivität sowie der Lokomotion und des Ruheverhaltens schnell und leicht verständlich sichtbar. Die Datenübertragung erfolgt kabellos auf einen PC. Eine zusätzliche Speicherkarte im Gerät erlaubt den Langzeiteinsatz über einen Zeitraum von bis zu vier Monaten. Der geringe Energieverbrauch ermöglicht eine Einsatzdauer von bis zu zwei Jahren mit einem Batteriesatz. Das System besteht aus Halfter, Pedometer und Auswertungssoftware. Es gewährleistet die permanente und zuverlässige Überwachung wichtiger Parameter zum Gesundheitszustand jedes einzelnen Tieres. So kann z.B. durch Erkennen der reduzierten Anzahl Kauschläge pro Bolus auf Verdauungsstörungen oder Fehler in der Ration geschlossen werden. Das RumiWatchSystem ermöglicht Tierhaltern, Beratern, Bestandstierärzten und Wissenschaftlern eine schnelle, kompetente Aussage über die Tiergesundheit und kann zur Entscheidungsunterstützung eingesetzt werden.

 





optiSCAN

Hölscher + Leuschner, Emsbüren, Deutschland, Halle 12, Stand F46



optiSCAN ist ein mobiles Wiegesystem für Mastschweine mittels einer 3D-Kameratechnik. Das Handgerät mit der 3D-Kamera wird ca. 3 Sekunden über das Mastschwein gehalten. Die Kamera misst den Abstand zum Tier und die räumlichen Konturen des Schweinekörpers. An Hand der Raumkoordinaten der 3D-Aufnahme wird das Gewicht des Mastschweines sofort berechnet. Durch das Gerät optiSCAN entfällt das körperlich anstrengende und zeitraubende Wiegen der Mastschweine. optiSCAN verbessert somit das Arbeitsmanagement und bereitet auch den Mastschweinen keinen zusätzlichen Stress. Das Gerät ermöglicht eine genauere gewichtsbezogene Vermarktung und einen schnelleren und tierschonenden Wiegevorgang. Zudem entfallen Vor- und Nacharbeiten beim klassischen Wiegen, wie Reinigung der Treibegänge und der Wiegeplattformen, so dass wiederum Wasser und Desinfektionsmittel eingespart werden können.

 





GEA-Melkplatz-Modul

GEA Farm Technologies, Bönen, Deutschland, Halle 27, Stand D35



Prämiert wird ein intelligentes, selbständig agierendes Melkplatz-Modul für vorhandene Melkstände zum voll- oder semi-automatischen Melken von Kühen. Das innovative Melkplatz-Modul führt alle tierbezogenen Arbeitsschritte im Zusammenhang einer ordnungsgemäßen Milchgewinnung vom Zitzenreinigen, Vormelken bis hin zum Zitzendippen durch. Die schmale Konstruktion des Melkplatz-Moduls erlaubt die Installation als Platzteiler in jeder Variante vorhandener Melksysteme, egal ob Karussell-, Tandem-, Fischgrät- oder Side-by-Side-Melkstände. Aufgrund der guten Zugänglichkeit des Euters ist auch ein semi-automatischer Melkvorgang möglich. Größere Milchviehanlagen können diese Technik als Schritt in die Automatisierung der schweren Melkarbeit nutzen, ohne die geregelten Arbeitsprozesse und sonstigen Verfahren in der Milchviehhaltung und -betreuung umstellen zu müssen. Durch die Automatisierung mit dem Melkplatz-Modul können Arbeitskosten eingespart werden, die im Gegenzug zur technischen Ausstattung der Einzelplatzlösung zur Verfügung stehen.







optiCOW

Hölscher + Leuschner, Emsbüren, Deutschland, Halle 12, Stand F46



Ausgezeichnet wird ein vollautomatisch funktionierendes Modul zur 3D-Vermessung von Milchkühen. Die Kühe werden einzeln über RFID-Technik in einer speziellen Tierschleuse erkannt, mit einer 3D-Kamera in der Bewegung gefilmt und automatisch verwogen. Ein mathematisch-statistisches Auswertungsprogramm erstellt ein 3D-Modell des hinteren Teiles der Kuh und errechnet den Body Condition Score (BCS–Wert). Mit dieser bildverarbeitenden Technik kann kontinuierlich über die gesamte Laktation die Fettmobilisationsdynamik für jede einzelne Kuh objektiv dargestellt werden. Der Landwirt erhält durch optiCOW ohne zusätzlichen personellen Aufwand präzise Informationen zur gesundheitlichen und körperlichen Verfassung jeder einzelnen Kuh und kann gezielt über die Fütterung und Haltung das Leistungsvermögen der Kühe steuern.

 







Neuheiten-Silbermedaillen

 





DeLaval Barn System Controller BSC

DeLaval International AB, Tumba, Schweden, Halle 27, Stand H34



Beim Barn System Controller handelt es sich um eine integrative und interagierende Systemlösung zur ganzheitlichen Kontrolle sowie Steuerung und Regelung von im Stall befindlichen, elektrisch angetriebenen Aggregaten, wie zum Beispiel für Windschutznetze, Ventilatoren, Befeuchtungskühlung, Entmistung und Beleuchtung. Mit nur noch einem – auch via Internet zugänglichen - Controller können alle diese Aggregate nicht nur über Zeittakte oder Zeitpläne manuell oder automatisch angesteuert, sondern auch in Abhängigkeit unterschiedlichster Sensorsignale, wie zum Beispiel Witterungs- und Stallklimaparameter, Beleuchtungsintensität, Motorbelastung etc. geregelt werden. Darüber hinaus können die einzelnen Aggregate zur Optimierung der Verfahrensabläufe aufeinander abgestimmt bzw. miteinander verbunden werden, so dass zum Beispiel bei starker Querlüftung die Befeuchtungskühlung automatisch deaktiviert wird. Durch die wesentliche und zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Barn System Controller können Investitionskosten gespart, Energie- und Ressourceneinsatz vermindert und Arbeitserleichterung realisiert sowie die Haltungsbedingungen für die Tiere optimiert werden.

 



Düsser-Wühl-Turm

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Münster, Deutschland, Halle 26, Stand A05b



Der Düsser-Wühl-Turm ist ein Beschäftigungsautomat für Großgruppen, zum Anbieten von veränderbaren, faserreichen Beschäftigungsmaterialien, wie zum Beispiel Stroh, Heu, Silage. Der innovative Charakter besteht in der einfachen Bauform des Düsser-Wühl-Turms. Durch einen Spalt am Boden kann das Beschäftigungsmaterial aktiv von den Schweinen heraus gewühlt werden. Dies entspricht eher dem natürlichen Wühlverhalten der Tiere. Eine weitere Innovation stellt der vielseitige Einsatz von unterschiedlich strukturierten Beschäftigungsmaterialien dar. So kann sowohl langfaseriges Material als auch kurzfaseriges Material (Häckselgut) über den Düsser-Wühl-Turm angeboten werden. Durch eine einfache Einstellmöglichkeit am Automaten ist eine gezielte Mengensteuerung möglich. Dies verbessert auch die Einsatzmöglichkeit in strohlosen Verfahren. Der Düsser-Wühl-Turm ist somit eine innovative Weiterentwicklung bereits vorhandener Beschäftigungsautomaten.

 





Schauer Dryfeed Futteraufnahmetrichter Batch

Schauer Agrotronic GmbH, Prambachkirchen, Österreich, Halle 12, Stand E35

Bei Seilscheiben- und Kettenförderern darf das Transportrohr nur zu ca. 50 % gefüllt sein, da ansonsten der Antriebswiderstand der Anlage zu hoch wird und in weiterer Folge die Anlage zum Stillstand kommt. Wird der Rücklauf nicht über das Silo geführt, um die Restmengen zu entleeren, wäre eine Überfüllung der Leitung und damit eine Überbeanspruchung die Folge. Der Futteraufnahmetrichter BATCH wird dafür um eine kurze Steigschnecke ergänzt, bevor das Futter in die Förderleitung übergeben wird. Aus dem Futteraufnahmetrichter wird von der Schnecke nur dann Futter aus dem Silo entnommen, wenn kein Futter aus dem Rücklauf zurückkommt. Das Futter wird anschließend wieder über die Schnecke dem Förderkreislauf zugeführt. Die Förderleistung der Transportschnecke ist auf die Transportleistung der Trockenfütterungsanlage abgestimmt. Eine Überfüllung der Anlage wird damit ausgeschlossen. Dadurch kann die Leitungsführung der Trockenfütterung in einem einfachen Kreis ohne zusätzliche Umlenkecken ausgeführt werden. Die Förderkette sowie alle mechanischen Teile der Anlage werden so geschont, was mit einer längeren Lebensdauer einhergeht und so deutliche finanzielle, aber auch arbeitswirtschaftliche Vorteile mit sich bringt.

 





Eberstich

WEDA Dammann & Westerkamp, Lutten, Deutschland, Halle 12, Stand B48

Ringelpietz Fütterung

Lührs Gerätebau GmbH, Rehden, Deutschland, Halle 12, Stand D63



Die betäubungslose Kastration von Ferkeln ist aus Tierschutzgründen in Zukunft nicht mehr möglich. Hierdurch wird die Ebermast einen hohen Stellenwert bekom­men. Unterschiedliche Futtermischungen für Sauen und Eber müssen in Zukunft in einem Abteil verabreicht werden können, um eine optimale Futterverwertung der bei­den getrennt aufgestallten Geschlechter zu nutzen. Die Firma WEDA hat für Flüssigfütterungen, die mit Stichleitungen arbeiten, eine Nachrüstung für die Steuerung der Anlagentypen M 16 und 4 PX entwickelt. Hiermit ist man in der Lage, an einer Stichleitung nacheinander verschiedene Mischungen ab einem Lebendgewicht von 55 kg zu verfüttern. Bedingung ist eine getrennt ge­schlechtliche Aufstallung und dass die Menge eines gesamten Futterblockes dem doppelten Inhalt des Stiches entspricht.



Die Firma Lührs hat für Einrohrtrockenfütterungsanlagen ein System entwickelt, welches die Verabreichung unterschiedlicher Mischungen in einem Abteil ermöglicht. Durch den Einbau von Eckantrieben, die von der Firma entwickelt wurden, kann die Kette sowohl rechts als auch links herum laufen. Nach der Fütterung wird eine Zeit gewartet, um danach durch die umgekehrte Laufrichtung die Kette zu entleeren und dem anderen Geschlecht eine neue Mischung vorzulegen.



Beide Neuheiten sind kostengünstig nachzurüsten und erfüllen aktuelle Ansprüche.

 





Sow Check-Rauschedetektionssystem

Big Dutchman Pig Equipment GmbH, Vechta, Deutschland, Halle 11, Stand D21



Das SowCheck-Rauschedetektionssystem ermöglicht das Erkennen einer rauschigen Sau in Gruppenhaltung mit Futterstation. Über mehrere Wahrnehmungsebenen (physisch, olfaktorisch, akustisch, optisch) wird bei der Sau ein Rauschereflex ausgelöst. Rauschende/umrauschende Sauen werden anschließend über die Futterstation ausselektiert. Mit den gewonnenen Ergebnissen steht dem Nutzer eine Managementhilfe zur Verfügung, um die Gruppenhaltung von Sauen optimal betreuen zu können. In Kombination mit dem SonoCheck-Gerät werden Rauschedetektion und Ultraschalldetektion in einem System vereint.

 



Galli-Luxmeter

Hato BV Lighting, Sittard, Niederlande, Halle 9, Stand C18a



Das Sehvermögen des Geflügels unterscheidet sich deutlich von dem des Menschen. Unter anderem ist die Wahrnehmung der Lichtintensität bei unterschiedlichen Wellenlängen verschieden. Bei niedrigen Wellenlängen (blaues bis ultraviolettes Licht) ist die Lichtempfindlichkeit des Vogels um ein Mehrfaches höher als die des Menschen. Dies ist vor allem bei den inzwischen verwendeten, neuen Lichtquellen von Bedeutung. Während die Glühbirne vor allem im roten bis infraroten Bereich Licht abgegeben hat, liegt der Peak des Spektrums bei den neuen Quellen im grünen bis ultravioletten Bereich. Die Einstellung und Prüfung der Lichtintensität im Stall mit Hilfe normaler Luxmeter für den Menschen entspricht nicht dem Sehempfinden der Tiere. Eine angepasste Maßeinheit ist dagegen das Gallilux. Das Galli-Luxmeter misst nach dem Empfinden der Tiere und trägt damit maßgeblich zu einer tiergerechten Ausleuchtung der Ställe bei. Das Galli-Luxmeter ist ein sehr wichtiges Messinstrument für Beleuchtungstechniker und Kontrollbehörden.

 



Automatische Kotbandsteuerung

Big Dutchman International GmbH, Vechta, Deutschland, Halle 9, Stand C24



Kotbänder ’verlaufen’ bei ungleichmäßiger Belastung (Beladung). Eine Korrektur der Vorspannung ist erforderlich, da beim Reiben der Bänder an den Führungen Schäden entstehen, die zum Abreißen des Bandes führen können. Die Bänder können in den modernen Haltungssystemen (Kleingruppe, Voliere) nur mit erheblichem Arbeitsaufwand repariert oder ersetzt werden. In der Praxis ist es daher üblich, beim Verlaufen der Bänder diese manuell über eine Einstellschraube zu justieren. Dies wird häufig vergessen und führt dann zu Schäden. Generell hat die ungleichmäßige Beladung der Bänder bei den neuen Haltungssystemen für Legehennen zugenommen. Das Verfahren der automatischen Korrektur ist innovativ und ein deutlicher Fortschritt. Die Gefahr der Kotbandbeschädigung kann hierdurch klar reduziert werden.

 





Polydress ®O2 Barrier 2 in 1

RKW SE, Michelstadt, Deutschland, Halle 23, Stand F14



Die neu entwickelte Silofolie kombiniert erstmals die zur Abdeckung von Fahrsilos üblicherweise eingesetzte Unterziehfolie mit der darauf abgelegten Silofolie. Beide Folien sind mit einander verbunden und trennen sich erst nach der Aufbringung durch die Feuchtigkeit des Siliergutes. Damit wird ein kompletter Arbeitsgang beim Abdecken von Silos eingespart. Durch den geringeren Materialverbrauch, geringeren Lager- und Transportaufwand und das getrennte Recycling der beiden Folien erfolgt zudem eine Umweltentlastung.

 



Designer Proteins

European Protein A/S, Baekke, Dänemark, Halle 14, Stand F53



Hier liegt ein neuer Ansatz zur Optimierung einer tier- und leistungsgerechten Aminosäuren- und Phosphorversorgung vor. Durch die gezielte Fermentation verschiedener Futterproteine werden antinutritive Stoffe abgebaut und die Phosphorverwertung verbessert. Den verbleibenden Milchsäurebakterien kommt darüber hinaus eine probiotische Wirkung zu. Durch die Einbeziehung verschiedener Algenproteine werden die Kombinationsmöglichkeiten erheblich erweitert. Durch diese Entwicklungen ergeben sich nicht nur neue Perspektiven einer tiergerechten Nährstoffversorgung, sondern auch deutliche Effekte auf die Ökobilanz der tierischen Erzeugung.

 



Anta® Phyt BLT

Dr. Eckel GmbH, Niederzissen, Deutschland, Halle 16, Stand D20



Unter wissenschaftlicher Begleitforschung wurde ein Futterzusatz auf der Basis phytogener Stoffe und präbiotisch wirkender Trägerstoffe entwickelt. Das Produkt wurde einem aufwendigen Zulassungsverfahren unterworfen, das auf Grund seines Wirkungsspektrums Effekte auf die Entwicklung unerwünschter Keime und damit einen wichtigen Schritt zur Minderung des Arzneimitteleinsatzes (Antibiotika) erwarten lässt. Damit wird nicht nur die Tiergesundheit verbessert, es erfolgt auch ein wichtiger Beitrag zur Entlastung der Umwelt. Das Produkt ist nicht nur auf den Einsatz im Geflügelbereich konzentriert, sondern bietet in Modifikationen eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten auch bei anderen landwirtschaftlichen Nutztieren mit zusätzlichen Effekten, zum Beispiel auf die Methanproduktion beim Wiederkäuer.

 



Farm Power Manager

Big Dutchman International GmbH, Vechta, Deutschland, Halle 9, Stand C24

Big Dutchmann Pig Equipment GmbH, Vechta, Deutschland, Halle 11, Stand D21



Bei der Software Farm Power Manager handelt es sich um ein System zur Überwachung und Steuerung des Energieverbrauchs auf Veredelungsbetrieben sowie für die tarifabhängige Kostenauswertung und Verbrauchsvorhersage. Gemessene oder nominale Leistungsdaten von beliebigen elektrischen Verbrauchsgeräten werden von Steuerungscomputern im Netzwerk einem zentralen Computer zur Verfügung gestellt und können für verschiedene Fragestellungen ausgewertet werden. Der Datenaustausch auf der Basis der ISO-Norm „ISOagriNET“ wird unterstützt.

 





BigFarmNet Gesundheitsmonitoring

Big Dutchman Pig Equipment GmbH, Vechta, Deutschland, Halle 11,

Stand D21

Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Tierzucht und Haustiergenetik, Gießen, Deutschland, Halle 26, Stand A16



Das Softwaretool dient zur Unterstützung der Gesundheitskontrolle in der Gruppenhaltung von Sauen mit Abrufstationen. Die Software dokumentiert die Besuchsreihenfolge und die Fresszeitpunkte von einzelnen Sauen in der Gruppenhaltung an einem Tag und über einen längeren Zeitraum. Eine Bewertung der täglichen Ereignisse erfolgt im Hinblick auf den gesamten Gruppenverband. Starke Abweichungen einzelner Tiere weisen auf ein gesundheitliches Problem der Sau oder auf ein Umrauschen hin. Durch einen Hinweis oder einen Report auf die betreffenden Sauen erhält der Landwirt eine Unterstützung in der Tierkontrolle und im Betriebsmanagement.

 



Software zur Prozessdarstellung im Milchviehbetrieb

GEA Farm Technologies GmbH, Bönen, Deutschland, Halle 27, Stand D35



Die Software zur Prozessdarstellung im Milchviehbetrieb von GEA Farm Technologies dient zur Darstellung aller Bereiche und Arbeitsprozesse eines Milchviehbetriebes. Dabei werden sämtliche Stall-, Treibe- und Melkbereiche sowie die dazugehörigen einzelnen Arbeitsabläufe visualisiert und überwacht. Dies ermöglicht die Darstellung aller tierbezogenen Vorgänge, wie die Bewegung von Kuhgruppen, Aufenthaltsorten oder Wegeprozessen sowie der technischen Funktionalität in Echtzeit. Der Arbeitsablauf des Herdenmanagers und des Melkpersonals können dadurch optimiert werden.

 





Schnittstelle für den automatisierten und sicheren Datenaustausch

CLAAS Agrosystems KGaA mbH & Co. KG, Gütersloh, Deutschland, Halle 26, Stand D21



Die einheitliche Schnittstelle des Deutschen Verbandes für Leistungs- und Qualitätsprüfung e.V. (DLQ-Datenportal) realisiert eine einheitliche und standardisierte Datenkommunikation zwischen dem landwirtschaftlichen Betrieb und seinen externen Partnern (zum Beispiel HIT, LKV, ZWS, …). Leistungsdaten, Statusinformationen und einzeltierbezogene Besonderheiten aus der Rinderproduktion werden betriebs- und systemübergreifend automatisch übertragen. Der Datenaustausch erfolgt auf der Basis der ISO-Norm „ISOagriNET“. Die Kommunikation erfolgt automatisiert in beide Richtungen. Handlungsempfehlungen für den Betriebsleiter können nach erfolgreicher Datenübermittlung abgeleitet werden. Hierdurch entsteht eine deutliche Verbesserung der einzelbetrieblichen Arbeitsablaufgestaltung.

 



Verti-Mix Selbstfahrer mit Schneidschildentnahme

B. Strautmann & Söhne, Bad Laer, Deutschland, Halle 27, Stand E16



Das neue Futterentnahmesystem für selbstfahrende Futtermischwagen der Firma Strautmann kombiniert die Vorteile der bekannten Systeme Schneidschild bzw. Blockschneider und Fräse. Während die Silage strukturschonend mit einem Schneidschild aus dem Silo gelöst und ohne mechanische Belastung über eine stumpfe mit Schneckensegmenten bestückte Förderwalze zum Elevatorband befördert wird, können durch Abklappen des Schneidschilds lose Schüttgüter mit der Förderwalze direkt aufgenommen werden. Dies bringt einerseits durch Strukturschonung bei der Silageentnahme ernährungsphysiologische Vorteile und andererseits bleiben durch die de facto Fräseentnahme von entnommener Silage und losen Schüttgütern die arbeitswirtschaftlichen Vorteile der klassischen Fräseentnahme erhalten.

 





AQUA BOARD

BIORET AGRI, Nort sur Erdre, Frankreich, Halle 13, Stand F02



Die Elastizität von Gummi und die Geschmeidigkeit von Wasser wurden im AQUA BOARD für mehr Tierkomfort kombiniert. Die mit Wasser gefüllte Bugschwelle schafft einen visuellen Abschluss der Liegebox, beeinträchtigt die Kuh nicht in ihren Bewegungsabläufen und gestattet ihr, natürliche Liegepositionen mit ausgestrecktem Vorderbein ohne Verletzungsrisiken einzunehmen. Der breite Gummischlauch wird auf die Länge der Liegeboxenreihe zugeschnitten geliefert und lässt sich leicht montieren. Abschließend wird der Schlauch über ein Schraubventil mit Wasser bis zur gewünschten Größe und Elastizität dauerhaft befüllt.

 



Haptoglobintest

Frim Tec GmbH, Oberostendorf, Deutschland, Halle 27, Stand G45



Prämiert wird die On Farm Messung von Haptoglobin in der Kuhmilch mit dem Analyseautomaten „eProCheck 2.0“ für eine schnelle Diagnose von Entzündungen. Mit dem neuen ELISA kann der Landwirt selbst mit dem Analyseautomaten den in einer wissenschaftlichen Studie validierten Immunparameter unmittelbar in der Rohmilch bestimmen. Haptoglobin ist ein Akut-Phase-Protein und reagiert schon zu Beginn von entzündlichen Reaktionen. Der Schnelltest liefert dem Landwirt im Betrieb wertvolle Zusatzinformationen für die Gesundheitsüberwachung zum Beispiel seiner frischmelkenden Kühe.

 



iVET Geburtsüberwachung

iVET, Papenburg, Deutschland, Halle 27, Stand D11



Die iVET Geburtsüberwachung für Rinder besteht aus einem Sender- und Empfängersystem. Das flexible, leicht zu reinigende und zu desinfizierende, T-förmige Sensorsystem kann einfach von einer Person in der Scheide der Kuh platziert werden. Bei Beginn der Geburt wird der Sensor durch die Fruchtblase und das darin befindliche Kalb nach außen gedrückt. Die Lageänderung des Systems wird durch den Licht- und Temperatursensor registriert. Anschließend wird ein Signal per Sprachnachricht und SMS an bis zu zwei vorprogrammierte Mobilfunknummern gesendet. iVET überwacht zusätzlich die Körpertemperatur und kann somit frühzeitig krankhafte Veränderungen der Kuh erkennen. Dieses innovative Geburtsüberwachungssystem ist eine Managementhilfe, um den Kalbebeginn einer Kuh frühzeitig und gezielt zu erkennen. Nach der Geburtsalarmierung bleibt genügend Zeit für eine Sicht- oder Vaginalkontrolle, um bei fehlerhafter Lage, Stellung oder Haltung des Kalbes eingreifen zu können oder einen Tierarzt hinzuzuziehen. Durch diese Verbesserung der Geburtsüberwachung können Totgeburten, nichterkannte Schwergeburten und deren Folgekrankheiten reduziert werden.

 

 

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